Schlagwort-Archiv: Familienleben für alle

Video report of our demonstration

Wo ist mein Vater?

Das ist mein Sohn, er lebt in Syrien. Ich lebe seit 2 Jahren und 4 Monaten in Deutschland. Ich wohne alleine in Solingen.

Meine Frau, meine Kinder und ich denken immer: wann können wir endlich wieder alle zusammen leben? Wir sind immer traurig. Mein Sohn ist krank er hat Asthma und jetzt gibt in Syrien keine gute medizinische Versorgung. Mein Sohn hat zu viel Husten und ist immer sehr erschöpft und er ist immer traurig.Er fragt immer: Wo ist mein Vater? Und meine Tochter weint auch immer, sie vermisst immer ihren Vater. Selbst im Traum schreit sie „Baba“. Der psychische Zustand von allen ist schlecht: Auch meine Frau ist immer traurig und weint nach mir. Und sie leben in sehr schlechten Umständen. Es gibt kein gesundes Wasser Es gibt keine Heizung… Und ich bin hier in Deutschland und immer denke ich an meine Familie. Ich kann nicht gut schlafen, ich schlafe jeden Tag nur zwei Stunden wirklich. Ich habe auch Asthma und huste zu viel und ich bin alleine. Das ist viel zu schwer für mich, ich weine immer.
Ali Bouzan, Solingen

Wir und unsere Familien leiden

Auf der Demonstration am 27.01.2018 treffen wir Bana und ihren Vater.
Sie sind seit einem Jahr und 5 Monaten in Deutschland. Mos, Banas Vater, ist Maschienenbauingeneur, eine gefragte Ausbildung in Deutschland.  Er hätte gute Chancen auf einen Arbeitsplatz, aber die Angst und die Sorge um die Familie in der Türkei verhindert das schnelle Deutschlernen. Weiterlesen

Die Tragödie der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge

Auf der Demonstration für Familienzusammenführung am 27.01.2018 treffen wir zwei Brüder, die uns und der Öffentlichkeit erzählen wollen was sie bewegt:

Sein Bruder erklärt, warum Familienmitglieder – machmal auch Kinder – einzeln nach Europa fliehen müssen:

Demonstration für Familienleben für Alle am 27.01.2018

Tausende von Flüchtlingen erhielten nur den subsidiären Schutz und haben trotzdem die Hoffnung wieder mit ihren Familien zusammenzuleben. Dafür haben wir heute demonstriert.

Im Jahr 2016 verabschiedete die Bundesregierung ein Gesetz zur Familienzusammenführung. Jeder Flüchtling mit subsidiärem Schutz erhielt eine Mitteilung über das Gesetz im Schreiben des Bundesamts für Migration und Flucht, zusammen mit dem Bescheid über den susidiären Schutz. Jetzt will die  Regierung, das Recht auf Familienzusammenführung ab dem 17.03.2018 wieder aufheben.

Dagegen haben wir heute protestiert und werden weiter protestieren.
Bis die Mehrheit der Abgeordneten des Bundestages uns klar garantieren, dass wir unsere Familien ab dem 16. März 2018 ohne Einschränkungen nachholen können, so wie es uns in unseren Bescheiden versprochen wurde.

Hier einige Fotos von Esam Nakrash:
Weiterlesen

Fotos von der Demonstration am 27.01.2018

Freie Nutzung bei Angabe der Quelle: http://familienlebenfueralle.blogsport.eu
Weiterlesen

Einladung zum Expertengespräch zum Thema Familiennachzug

Pressemitteilung 26.01.2018

Wir, eine Gruppe von Geflüchteten mit subsidiärem Schutz, protestieren gegen die Pläne der zukünftigen Groko und möchten zu unseren Aktionen einladen.

Samstag, 27.01.2018
12:00
Checkpoint Charlie, 10117 Berlin:

Geflüchtete mit subsidiärem Schutz fordern: Familienleben für Alle! Keine Aussetzung des Familiennachzugs!

Wir demonstrieren vom Checkpoint Charlie, einem historischem Ort der Familientrennung, zum Oranienplatz, einem historischen Ort der Proteste von Geflüchteten.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Montag, 29.01.2018
8:00-10:00
vor dem Paul-Löbe-Haus, Konrad-Adenauer-Straße 1, 10557 Berlin:

Wir sind die Expertinnen und Experten zum Thema Familiennachzug.

Am Montag, den 29.01.2018 ist von 9:00- 12:00 eine „Sachverständigenanhörung“ zu den Gesetzesvorschlägen zum Thema Familiennachzug: Die Parteien haben Expertinnen und Experten eingeladen, die ihre Meinung sagen dürfen. Und die Regierung kann später sagen, es gibt auch Experten, die sagen ihr geplantes Gesetz ist gut…
Wir, die Betroffenen, sind nicht eingeladen. Deshalb laden wir alle Menschen, die unsere Meinung interessiert, zu einer öffentlichen „Sachverständigenanhörung“ auf der Straße ein.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Donnerstag, 01.02.2018
08:00-10:00
vor dem Bundestag, Paul Löbe-Allee, 10557 Berlin:

Familienleben für Alle! Geflüchtete mit subsidiärem Schutz fordern von den Abgeordneten des Parlaments: Sagen sie Nein zur weiteren Aussetzung des Familiennachzugs.

Auch die Abgeordneten des Parlaments sind dem Grundgesetz verpflichtet, wo in Artikel 6 der besondere Schutz von Ehe und Familie als Grundrecht festgeschrieben ist. Unsere Kinder brauchen ihre Eltern und wir brauchen unsere Kinder und unsere Ehepartner/innen. Viele von uns sind schon seit mehreren Jahren von ihnen getrennt. „Können sich die Abgeordneten des Bundestags vorstellen, wie es ihnen an unserer Stelle gehen würde?“ fragt Makkieh Alshami.

„Wir werden weiter protestieren bis die Mehrheit der Abgeordneten des Bundestages uns klar garantieren, dass wir unsere Familien ab dem 16. März 2018 ohne Einschränkungen nachholen können, so wie es uns in unseren Bescheiden versprochen wurde“
sagen Almousa F. und Moumal Malas, zwei der Betroffenen stellvertretend für viele.

Pressekontakt:
Moumal Malas 0176 22658416 (Deutsch + Arabisch)
Almousa F. 015777155036 (Englisch + Arabisch)
Makkieh Alshami 015781020837 (Englisch + Arabisch)

familienlebenfueralle(at)gmail(dot)com
familienlebenfueralle.blogsport.eu

Demo für Familienzusammenführung: Samstag, 27.01. 12:00

„denn das ist mein Recht“

1000+1? Härtefälle

Niemand weiß genau, wieviele Familienmitglieder von subsidiär Geschützten auf ein Visum warten, Experten sagen, es sind ungefähr 50 000 bis 60 ooo. Das bedeutet, es würde ungefähr 5 Jahre dauern, bis sie nach dieser Regelung ein Visum bekommen. Ist so lange warten kein Härtefall? Die meisten von uns warten schon seit zwei Jahren oder länger. 

Bitte lesen Sie unsere Geschichten und verstehen Sie: Wir sind alle! Härtefälle.