7. bis 11. Juni, Berlin: Proteste gegen die geplanten Einschränkungen des Familiennachzugs

Pressemitteilung der Initiative ‚Familienleben für Alle!‘ Berlin, 06.06.2018

Proteste gegen die geplanten Einschränkungen des Familiennachzugs

Vom 7. bis 11. Juni protestieren Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz und andere Menschenrechts-Aktivist/in­nen gegen die geplante Verabschiedung des ‚Familiennachzugsneuregelungsgesetzes‘.

Donnerstag 7.6.18, 08:00:
Kundgebung + Straßentheater,
Weiße Kreuze, Friedrich-Ebert-Platz 2, 10117 Berlin

Vor den Kulissen der Macht zeigen die Aktivist/innen auf einem ‚Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielfeld auf, wie die deutsche Regierung mit dem Leben der Familien von Flüchtlingen mit subsidiärem Schutz spielt.

Freitag 8.6.18, 13:30-22:00:
Kundgebung + Interreligiöse und Interkulturelle Begegnung,
Vor dem Bundestag, Platz der Republik 1, 10117 Berlin

„Die Politiker/innen reden von Quoten und sagen, sie können unsere Familien und uns nicht alle integrieren. Wir zeigen ihnen, was das Leben in einer Demokratie bedeutet: Respekt vor allen Religionen und spirituellen Überzeugungen und Grundrechte für alle. Wenn alle etwas beitragen, ist genug für alle da.“
13:30 interreligiöses Gebet mit Christen, Moslems, Juden, Menschen anderer Religionen, Politische und kulturelle Beiträge, ab 21:00 interkulturelles Mitbring- Iftar / Abendessen nach dem Tagesfasten

Montag 11.6.18, 08:00:
‚Sachverständigenanhörung‘ auf der Straße,
Paul-Löbe-Allee, 10557 Berlin

Am Montag, den 11.06.2018 ist eine „Sachverständigenanhörung“ zum Gesetzesvorschlag zum Thema Familiennachzug. Wir, die Betroffenen, sind nicht eingeladen. Deshalb laden wir alle Menschen, die unsere Meinung interessiert, zu einer öffentlichen „Sachverständigenanhörung“ auf der Straße ein.

Organisiert werden die Aktionen von der Initiative ‚Familienleben für Alle!‘, einer Gruppe von Geflüchteten mit subsidiärem Schutz und anderen Menschenrechts-Aktivist/innen. „Wir fordern Familiennachzug für alle, weil wir davon überzeugt sind, dass Grundrechte für Alle gelten sollten“, erklärt Dorothea Lindenberg, als Sprecherin der Initiative ‚Familienleben für Alle‘.
Mohamad Malas, selbst subsidiär schutzberechtigter Flüchtling und Sprecher der Initiative ‚Familienleben für alle‘, weiß, was Familientrennung bedeutet: „Wir alle sind seit quälend langer Zeit von unseren Familien getrennt. Wenn monatlich immer nur höchstens 1000 unserer Familienmitglieder ein Visum bekommen können, heißt das für die meisten von uns weiter warten, niemand weiß wie lange. Wie sollen wir so unsere Zukunft planen?
Das neue Gesetz macht Visumverfahren zu einem Wettbewerb und Glücksspiel – mit schlechten Gewinnchancen. Der Zufall und Behördenwillkür werden darüber entscheiden, wer zu den glücklichen 1000 gehört – und wer leider kein Glück hat und im zerbombten Stadtviertel in Syrien oder im Flüchtlingslager im Libanon zurückbleibt.

Daher fordert die Initiative ‚Familienleben für Alle‘ die Bundestagsabgeordneten auf, keinem Gesetz zuzustimmen, das das Recht auf Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten endgültig abschafft und durch ein willkürliches Gnadenrecht ersetzt.

Kontakt:
Mohamad Malas, 0176 22658416
Dorothea Lindenberg 0176 99933631
familienlebenfueralle@gmail.com

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PDF: Pressemitteilung der Initiative ‚Familienleben für Alle!‘ Berlin, 06.06.2018

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