Geflüchtete mit subsidiärem Schutz fordern: Schluss mit der weiteren Aussetzung des Familiennachzugs!

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Demo am 17.03.2018, 16:00

Start: vor der Heilig-Kreuz-Kirche
Zossener Str. 65, 10961 Berlin-Kreuzberg

Geflüchtete mit subsidiärem Schutz fordern: Schluss mit der weiteren Aussetzung des Familiennachzugs!

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Aktionskonferenz ‚Familienleben für Alle!‘ مؤتمر الحياة العائلية للجميع

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17. 03. 2018, ab 10:00 Uhr, in Berlin

Auf der Aktionskonferenz wollen wir mit vielen Aktivist*innen diskutieren, was wir tun können, um auf die deutsche Regierung Druck auszuüben, damit sie das Gesetz ändert und den Familiennachzug für alle möglich macht.
Dazu  laden wir alle Betroffenen, andere Flüchtlingsaktivist*innen, Parteipolitiker*innen der Grünen und Linken (und Jusos), Vertreter*innen der Kirche und alle anderen, die auf unserer Seite sind herzlich ein.

Das Programm

9:45 – 10:15
Ankommen, Einchecken, Kaffee/Tee, Mitbring-Essens-Buffet

10:15 Begrüßung
Pfarrer Peter Storck, evangelische Kirchengemeinde Heilig Kreuz – Passion

10:30 Bestandsaufnahme
Anna Schmitt, KommMit e.V.: Was steht in den Gesetzen zum Familiennachzug? Welche Rechte haben Menschen mit subsidiärem Schutz? Welche Rechte kann man vor Gericht durchsetzen?
Bruno Watara, Initiative gegen das EU-Grenzregime: Blick zurück. Flüchtlinge kämpfen um ihre Rechte
11:30 Pause Weiterlesen

Respekt vor Familien?

Am 30.01. haben wir einen offenen Brief an alle Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD geschrieben. Gestern ist die Antwort des „fachlich zuständigen Innenpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer MdB“ gekommen. Er schreibt:
„Mir sind die großen Belastungen, die mit der andauernden Trennung von nahen Angehörigen einhergehen, ebenso bewusst wie die Bedeutung des verfassungs- und menschenrechtlich garantierten Schutzes von Ehe und Familie in Deutschland“.

Herr Mayer, das glauben wir Ihnen nicht.

Zum Nachlesen: 180220 SM an M. Malas

 

Wie werden 1000 aus 60 000 ausgewählt?

Der fachlich „zuständige Innenpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer MdB hat uns gestern auf unseren offenen Brief vom 30.01. geantwortet.

Interessant ist, was er zur Auswahl der 1000 „humanitären Fälle“ im Monat sagt:
Das heißt im Klartext: Lebensunterhaltssicherung…

Das ganze Schreiben als PDF

„Ich bin jetzt in einem großen Gefängnis“

Das sind die Blumen, die R. F. seiner Frau zum Valentinstag schenken möchte.

Diesen Text hat uns R.F. geschickt. Er kann es nicht riskieren, ein Foto von sich oder seiner Familie zu veröffentlichen oder uns seinen Namen zu sagen,  denn seine Familie ist noch in Syrien. Er schreibt: „Sie können sich nicht vorstellen was der Geheimdienst und die Leute, die mit ihm arbeiten machen können, meine Familie hat mehr als genug Probleme.

Ich hatte ein Kinderkleidungsgeschäft in Syrien. Ich hatte mit meiner Familie ein ruhiges Leben, allerdings wurde ich unterdrückt vom Regime,weil ich kein Anhänger der Regierungspartei bin. Deswegen hatte ich weniger Rechte und Möglichkeiten und wurde immer diskriminiert. Weiterlesen

Voll integriert?

Über viele unserer Mitstreiterinnen und Mitstreiter gibt es schon Presseberichte. Diesen hat uns  Walid Kazmouz geschickt:
Voll integriert im TEAM
Seit August 2016 arbeitet der syrische Flüchtling Walid Kazmouz im Unternehmen „TEAM“ im Kaller Gewerbegebiet – Deutsch gelernt mit dem Kinderfernsehen und der Tagesschau – Frau und Sohn seit 19 Monaten nicht gesehen

Walid Kazmouz schreibt uns: „Das war im Februar 2017, jetzt habe ich Arbeit mit einem unbefristeten Vertrag und habe meine Familie fast 3 Jahre nicht gesehen.“

Das macht uns wütend: Er arbeitet, bezahlt Steuern, arbeitet für die Gemeinde Kall als ehrenamtlicher Dolmetscher – ist voll integriert. Aber mit seiner Familie zusammenleben darf er nicht.

Ein Interview bei Inforadio über Familiennachzug

Das Interview geht um Subsidiären Schutz und Familiennachzug

Aufruf zum Mitmachen


Aufruf_zum_Mitmachen.pdf

Herr Krauß, was würden Sie tun, wenn es Ihre Familie wäre?

Wir haben am 30.01. mit einem offenen Brief alle Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD angeschrieben. Immerhin zwei haben geantwortet:

Alexander Krauß und seiner Familie geht es gut.

Alexander Krauß, CDU – „Das ERZ im Herz.“ schreibt uns:
ich bin in erster Linie meinen Wählern verpflichtet – die zum größten Teil den Familiennachzug ablehnen. Insofern bitte ich um Verständnis, dass ich Ihrem Vorschlag nicht folgen werde.“

Herr Krauß, was würden Sie tun, wenn es Ihre Familie wäre?

Danke Frau Kolbe!

Wir haben am 30.01. mit einem offenen Brief alle Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD angeschrieben. Immerhin zwei haben geantwortet:

Daniela Kolbe, SPD -„Für Leipzig im Bundestag“ schreibt uns:

Foto: Sven Teschke

„Mit Ihrer Nachricht sprechen Sie mir aus dem Herzen. Deshalb und weil ich mir leider sehr gut vorstellen kann, was eine weitere Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte für die Betroffenen bedeutet, habe ich bei der Abstimmung gestern mit Nein gestimmt. Alles andere hätte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können.

Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass Familien in Deutschland zusammenleben können. Dass dieses Grundrecht jedem Menschen zusteht, davon bin ich zutiefst überzeugt.“

Danke Frau Kolbe und weiter so!