Wir und unsere Familien leiden

Auf der Demonstration am 27.01.2018 treffen wir Bana und ihren Vater.
Sie sind seit einem Jahr und 5 Monaten in Deutschland. Mos, Banas Vater, ist Maschienenbauingeneur, eine gefragte Ausbildung in Deutschland.  Er hätte gute Chancen auf einen Arbeitsplatz, aber die Angst und die Sorge um die Familie in der Türkei verhindert das schnelle Deutschlernen.
Die Familie wurde auf der Flucht getrennt und Banas zwei Geschwister, Masa und Lana und ihre Mutter mussten in der Türkei zurück bleiben. Obwohl sie als Flüchtlinge in der Türkei registriert sind leben sie unter erbärmlichen Umständen: Masa ist schon sieben Jahre alt und müsste eigentlich in die Schule gehen. Ein Recht, das ihr in der Türkei verwehrt bleibt. Die Familie bekommt Sozialleistungen: 25 Euro pro Monat für alle zusammen. Das reicht nicht. Zum Glück schickt eine Schwester aus den USA Geld…
Andere Demonstranten mischen sich ein, auch ihre Familienmitglieder leben in der Türkei: Die Familie hat Glück, dass sie wenigstens registriert sind und damit eine Art Notversorgung bekommen, wenn sie krank sind. Andere bemühen sich vergeblich, um eine Registrierung. Ein Demonstrant erzählt, dass sein 15-jähriger Sohn seit zwei Jahren für eine Hungerlohn arbeiten muss, weil die Familie sonst nicht überleben könnte.

Eine Antwort zu “Wir und unsere Familien leiden

  1. Noureddin Youssef

    Meine Familie ist auch in der Türkei. Wir haben große Probleme:
    Ich bin seit 2,5 Jahren in Deutschland Ich will gerne meine Familien nach Deutschland holen, denn sie haben sehr viele Probleme mit den türkischen Leuten, weil wir Kurden sind. Ich habe nur die einjährige Aufenthaltserlaubnis und damit kann ich sie nicht abholen. Bitte, wer kann mir helfen? Wann kann ich endlich mit meiner Familie zusammen leben? Sonst verliere ich meine Familie.

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