Aufruf zum Mitmachen


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1000+1? Härtefälle

Niemand weiß genau, wieviele Familienmitglieder von subsidiär Geschützten auf ein Visum warten, Experten sagen, es sind ungefähr 50 000 bis 60 ooo. Das bedeutet, es würde ungefähr 5 Jahre dauern, bis sie nach dieser Regelung ein Visum bekommen. Ist so lange warten kein Härtefall? Die meisten von uns warten schon seit zwei Jahren oder länger. 

Bitte lesen Sie unsere Geschichten und verstehen Sie: Wir sind alle! Härtefälle.

„Ich bin jetzt in einem großen Gefängnis“

Das sind die Blumen, die R. F. seiner Frau zum Valentinstag schenken möchte.

Diesen Text hat uns R.F. geschickt. Er kann es nicht riskieren, ein Foto von sich oder seiner Familie zu veröffentlichen oder uns seinen Namen zu sagen,  denn seine Familie ist noch in Syrien. Er schreibt: „Sie können sich nicht vorstellen was der Geheimdienst und die Leute, die mit ihm arbeiten machen können, meine Familie hat mehr als genug Probleme.

Ich hatte ein Kinderkleidungsgeschäft in Syrien. Ich hatte mit meiner Familie ein ruhiges Leben, allerdings wurde ich unterdrückt vom Regime,weil ich kein Anhänger der Regierungspartei bin. Deswegen hatte ich weniger Rechte und Möglichkeiten und wurde immer diskriminiert. Weiterlesen

Voll integriert?

Über viele unserer Mitstreiterinnen und Mitstreiter gibt es schon Presseberichte. Diesen hat uns  Walid Kazmouz geschickt:
Voll integriert im TEAM
Seit August 2016 arbeitet der syrische Flüchtling Walid Kazmouz im Unternehmen „TEAM“ im Kaller Gewerbegebiet – Deutsch gelernt mit dem Kinderfernsehen und der Tagesschau – Frau und Sohn seit 19 Monaten nicht gesehen

Walid Kazmouz schreibt uns: „Das war im Februar 2017, jetzt habe ich Arbeit mit einem unbefristeten Vertrag und habe meine Familie fast 3 Jahre nicht gesehen.“

Das macht uns wütend: Er arbeitet, bezahlt Steuern, arbeitet für die Gemeinde Kall als ehrenamtlicher Dolmetscher – ist voll integriert. Aber mit seiner Familie zusammenleben darf er nicht.

Ein Interview bei Inforadio über Familiennachzug

Das Interview geht um Subsidiären Schutz und Familiennachzug

Herr Krauß, was würden Sie tun, wenn es Ihre Familie wäre?

Wir haben am 30.01. mit einem offenen Brief alle Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD angeschrieben. Immerhin zwei haben geantwortet:

Alexander Krauß und seiner Familie geht es gut.

Alexander Krauß, CDU – „Das ERZ im Herz.“ schreibt uns:
ich bin in erster Linie meinen Wählern verpflichtet – die zum größten Teil den Familiennachzug ablehnen. Insofern bitte ich um Verständnis, dass ich Ihrem Vorschlag nicht folgen werde.“

Herr Krauß, was würden Sie tun, wenn es Ihre Familie wäre?

Danke Frau Kolbe!

Wir haben am 30.01. mit einem offenen Brief alle Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD angeschrieben. Immerhin zwei haben geantwortet:

Daniela Kolbe, SPD -„Für Leipzig im Bundestag“ schreibt uns:

Foto: Sven Teschke

„Mit Ihrer Nachricht sprechen Sie mir aus dem Herzen. Deshalb und weil ich mir leider sehr gut vorstellen kann, was eine weitere Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte für die Betroffenen bedeutet, habe ich bei der Abstimmung gestern mit Nein gestimmt. Alles andere hätte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können.

Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass Familien in Deutschland zusammenleben können. Dass dieses Grundrecht jedem Menschen zusteht, davon bin ich zutiefst überzeugt.“

Danke Frau Kolbe und weiter so!

Unsere Kampf wird weiter gehen

Die Abgeordneten haben unseren Protest und unsere Argumente nicht gehört.

Sie haben sich gegen das Recht auf Familienleben für alle und gegen das Grundgesetz entschieden: Unser Familiennachzug bleibt bis zum 31.07.2018 „ausgesetzt“. Und danach dürfen dann 1000 Menschen „aus humanitären Gründen“ einreisen.

1000 sind keine Lösung!

Wir sind wütend und verzweifelt und können immer noch nicht wirklich glauben, dass so etwas in Deutschland möglich ist…

Aber unsere Kampf wird weiter gehen, bis alle unsere Familien mit uns zusammen in Frieden und Sicherheit leben.

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1000 im Monat sind keine Lösung!

1000 im Monat sind keine Lösung! Offener Brief von Geflüchteten mit subsidiärem Schutz an die Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU und der SPD

Sehr geehrte Bundestagsabgeordnete,
Sehr geehrte Damen und Herren,

aus der Presse wissen wir, dass in den Koalitionsverhandlungen vereinbart wurde, den Familiennachzug für unsere Familien weiter auszusetzen und erst ab 31.Juli 2018 und nur 1000 Personen monatlich einreisen zu lassen. Das soll nun wahrscheinlich am Donnerstag abgestimmt werden.

Als Abgeordnete sind Sie nur Ihrem Gewissen und dem Grundgesetz verpflichtet, nicht parteipolitischen Interessen. Deshalb appellieren wir an Sie: Stimmen Sie gegen eine weitere Aussetzung des Familiennachzug!

Die CDU/CSU Abgeordneten möchten wir an das erinnern, was Norbert Blüm sagt: „Es widerspricht den Grundüberzeugungen der christlichen Soziallehre, den Familiennachzug für wie viele Flüchtlinge auch immer zu verbieten„.

Die Abgeordneten der SPD möchten wir daran erinnern, dass 2016 die CDU/CSU diese Gesetz gegen die Meinung vieler SPD-Abgeordneter durchgesetzt hat. Deshalb appellieren wir an Sie: Stimmen Sie jetzt gegen eine weitere Aussetzung des Familiennachzug!

Im Integrationskurs haben wir gelernt, dass Deutschland ein Rechtsstaat ist. Dann muss man sich doch auf Informationen deutscher Behörden verlassen können, oder?
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat alle Geflüchteten mit subsidiärem Schutz in den Briefen, mit denen die Bescheide zugeschickt wurden, darüber informiert, dass sie ab dem 16. März 2018 einen Anspruch auf Familiennachzug haben. Weiterlesen

Kommt alle!

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